Bundesjazzorchester auf Konzertreise im russischen Südural

Tournee vom 8. bis 17. Juni

Auf Einladung der Tscheljabinsker Staatlichen Philharmonie gastierte das Bundesjazzorchester vom 8. bis 17. Juni erstmals im russischen Südural. Die jungen Musiker traten unter der Leitung von Niels Klein im Rahmen des 14. Internationalen Jazzfestivals „What a Wonderful World“ in Tscheljabinsk auf und konzertierten in Miass (10.6.) und Dolgoderevenskoe (14.6.). Ergänzt wurde die Reise durch Workshops, Gesprächsrunden und Sessions mit jungen russischen Musikern vor Ort. Der Ural markiert als natürliche Grenze den Übergang zwischen dem europäischen und asiatischen Teil Russlands. Gelegen an der Transsibirischen Eisenbahn ist Tscheljabinsk ein alter Handelsstützpunkt der Seidenstraße, für den die Verbindungen und Begegnungen zwischen Menschen aus Ost und West seit jeher Teil des Alltags waren. Heute ist die Stadt am Miass das kulturelle Zentrum des Südurals. Mit seiner Konzertreise schlug das Bundesjazzorchester einmal mehr eine musikalische Brücke zwischen Deutschland und Russland. Mit dem Programm „Groove And The Abstract Truth“ präsentierte das Ensemble unter Leitung von Niels Klein neue Werkе junger Jazz-Komponisten und -Arrangeure, bei denen moderne Grooves und ungewöhnliche Tonkonzepte im Mittelpunkt stehen.

Dazu Niels Klein, selbst Mitglied des BuJazzO von 1999-2000 und heute Künstlerischer Leiter des Orchesters: „Der Jazz bediente sich immer schon bei den anderen musikalischen Stilrichtungen seiner Zeit. So fließen auch in die heutige Jazzmusik alle möglichen Beats, Sounds und Grooves aus der aktuellen Pop- und Rock- sowie der elektronischen Musik ein. Das neue Programm ‚Groove and the Abstract Truth‘ bewegt sich genau in diesen Grenzbereichen und erforscht die musikalischen Kräfte, die dort freigesetzt werden. Nicht nur die Farbpalette eines modernen Jazzorchesters wird hierbei komplett genutzt, auch das Vokalensemble des BuJazzOs kommt voll zur Geltung.“

Die Durchführung der Tournee wurde maßgeblich vom Auswärtigen Amt und dem Goethe-Institut sowie lokaler Partner vor Ort unterstützt. 

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