Irgendwo auf der Welt
Das Bundesjazzorchester (Bujazzo) vertont in seinem Programm „Irgendwo auf der Welt…“ ausgewählte Musik aus den Entschädigungsakten verfolgter Musikschaffender im Nationalsozialismus. In Kooperation mit der Universität der Künste, die die Entschädigungsakten aus Forschungszwecken gesichtet und aufgearbeitet hat, wurden aus einzelnen der überlieferten Notenbeispiele Arrangements für Bigband erarbeitet. Kuratiert wurde das Programm von Niels Klein und der Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Dörte Schmidt. Zu den Künstlern, in deren Akten ein Notenbestand zu finden war, gehören Bronisław Kaper, Kurt Lewinnek, Friedrich Hollaender und Werner R. Heymann. Basierend auf den Klaviersätzen einzelner Werke hat der Deutsche Musikrat Kompositionsaufträge an zeitgenössische Jazz-Musiker:innen wie Claudia Döffinger, Christian Elsässer, Theresia Philipp, Fabia Mantwill und Johannes Lauer vergeben. Titel wie zum Beispiel „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ (Friedrich Hollaender), „While My Lady Sleeps“ (Bronislav Kaper) oder auch „Irgendwo auf der Welt“ (Werner R. Heymann) werden auf diese Weise in unsere Zeit transportiert: als moderner Jazz, Avantgarde oder Schlager - aber immer im Sound des Bundesjazzorchesters.
Niels Klein Künstlerische Leitung
Art:
KonzertVeranstaltungsort:
Haus der GeschichteWilly-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn